Verkehrsgeschichtliches aus Bremen und Nordwestdeutschland
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Geplanter Straßenbahnbetrieb Lüneburg

Im Jahre 1909 wurde der Stadt Lüneburg von der AEG der Vorschlag unterbreitet, zwei innerstädtische Straßenbahnlinien zu bauen und von ihr betreiben zu lassen:

Linie 1: Stand <> Markt <> Springintgut <> Heil- und Pflegeanstalt
Linie 2: Bahnhof <> Sand <> Lindenstraße <> Mädchenschule <> Neulindenau


Lüneburg untersuchte in einem Gutachten den Nutzen der von der AEG vorgeschlagenen Linien. Das Gutachten schlägt eine großflächigeres Netz in die Vororte Lüneburgs vor, da die kurzen innerstädtischen Strecken unrentabel sein würden.
Der Stadtrat beschließt am 16. Juni 1910 den Bau einer Straßenbahn, unter der Bedingung, dass sich Bürger, Handwerk und Industrie an den Baukosten beteiligen.

Zeitgleich gab es weitere Angebote zum Bau einer Straßenbahn, u.a. durch eine Wiesbadener Aktiengesellschaft. Auch Vorschläge zur Einrichtung eines Obusbetriebs erreichten die Stadtverwaltung. Doch der erste Weltkrieg verhinderte jegliche Bauvorhaben. Auch ein nach dem ersten Weltkrieg geplanter Vorortbahnverkehr scheiterte (vgl. Höltge, 1992).


Quelle: Höltge, D. (1992): Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland. Band 2: Niedersachsen und Bremen. Erfurt: EK-Verlag.